Die Kernerfahrung - Mystik

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Die Kernerfahrung - the core experience

Die Kernerfahrung ist wohl die "unio mystica", also die direkte vereinigung (communio) mit Gott, Christus, hlg. Geist oder Abwandlungen davon, je nachdem welchen kulturell religösen Zugang man hat, Die Leere, die Absolutheit, wie sie die buddhistische Geistessphäre trägt, wäre auch möglich.

Aus dieser Erfahrung kommt man wieder und fühlt sich in Einheit mit dem schöpferischen und auch den destruktiven Kräften und kann sich mit quasi allen Vorgängen im äußerlichen Weltgeschehen identifizieren, es gilt einem nichts mehr als fremd und dies ist Frieden pur.

Die Verbundenheit zu allen Wesen

Heilung aller Verletzungen, die man durch sein Karma erfahren oder bewirkt hat. Für einen selbst. Dass man gerichtet wird durch den Christus - dass bedeutet: dass "die Dinge heil gemacht" werden, also eine Richtigstellung des eigenen Charakters, eine Aufhebung aller Schuld, in bewusstem Sinne, denn Schuld war auch vorher ja nur im eigenen kulturell-religösen Weltbild ein Begriff.

Liebe zu allen Wesen: Der innige Wunsch den Lebensweg so zu gestalten dass die umgebenden Menschen möglichst wenig Leid erfahren, am besten kein krankhaftes dauerhaftes Leid, das vermieden werden könnte.

Mit einer Einschränkung: Nicht leicht zu verstehen und schwerer noch anzunehmen und umzusetzen, ist dass gewisses Karma von Menschen eine gewisse (hier: leidvolle) Erfahrung unbedingt erforderlich macht und daraus etwas Gutes entwachsen kann (Was natürlich nicht garantiert ist.)

Aber dennoch ist das was bleibt, der innige Wunsch das bestmögliche zu tun.

Das bestmögliche bedeutet dass man den eigenen Ruf hört, und zwar so dermaßen laut und deutlich dass man sich nur schwerlich in einer gesellschaftlichen Normalität ruhig geben kann. Doch man versteht ja dass man es muss um zu wirken und so kann man die Kräfte lenken, in dieser Richtung zu wirken.

Integration der Erfahrungen

Damit wären wir ja schon bei der Verarbeitung, der Integration der transformativen Erfahrung -

Sie besteht im Grunde aus zweierlei, einmal aus dem Abtragen des mittelalten Karma, also dem Erfüllen der Dinge die man bisher im Leben angerissen hat, also es geht um das jüngste des bisherigen Karmas, das Karma das man in diesem Leben neu gestartet hat, man lebt die Beziehungen die man bisher hat und hatte mit neuem Mut, ob Eltern, alte Freunde und Parnerschaften. Es gibt keinen Grund und keinen Weg zu flüchten und dessen wird man sich klar und steht dazu in Freiheit. Nunja, das ist das Endergebnis der Integration, zuerst ist man in der Sache natürlich nicht so reflektiert... ;-)

Der zweite Teil ist das (möglichst) nicht Erschaffen neuen Karmas, dass heisst jegliche Auseinandersetzungen mit Menschen, mit grösstmöglicher Beziehungsfähigkeit leben, Streitereien nicht vertagen, sich dem Konflikt stellen, Konfliktfähigkeit erwächst und erlernt sich rasch mit jeder Begegnung.

Und das nächste ist dann das Mitwirken bei den Nächsten dass sie ihren Lebensweg mit möglichst geringen Kollateralschäden gehen können, bei nahestehenden Menschen kann man ihre Wege mehr und mehr erkennen und die Aspekte ihrer seelichen Entwicklung erkennen. Wobei gleichzeitig mit diesen Menschen der zweite Punkt ja auch mit größter Herausforderung behaftet ist, also dass man aus den bisherigen Mustern des Verhaltens weiter herauskommt und die bisherigen Verwicklungen weiter abbauen kann.

Abschließend

Diese Erfahrungsinhalte sind ja vom Wesen und Inhalte diejenigen, die dem Numinosen am nächsten sind, und damit am schwersten zu kommunizieren. Um den eigenen Weg der Transformation erfolgreich zu gehen, braucht es noch Hilfestellung, wie Umwandlungen in kleinen Bereichen gut gelingen können und wie sie sich jeweils in das große Bild einfügen.

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