Umgekehrter Kultus

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Umgekehrter Kultus bedeutet, dass Menschen zusammenkommen und Kultushandlungen und Zeremonien initiieren, in einer freilassenden Weise. Freilassend in dem Sinne dass zum ersten schon mal ob überhaupt Handlungen stattfinden offen bleibt bis zuletzt, es auch nicht der Fall sein kann. Und weiterhin, kann die Initiative je nach Begabung welchselnden teilnehmenden Menschen zufallen, die jeweils graduell verschiedenes beisteuern.

Der Wunsch der Gruppierungen und Freunde diese Möglichkeiten zu pflegen ist jedoch fortwährend beständig.

In diesem Sinne wird die erstarrte Religion schrittweise mittels einem freier werdenden Geistesleben zu einer offenen Spiritualität transformiert.

Bedeutung im anthroposophischen Kontext

Der Begriff ist ursprünglich von Rudolf Steiner und meint Erkenntnis-Gespräche mit einer gewissen Grundhaltung.

Vom Begriff des "Kultus" habe ich im Grund obiges abgeleitet. Die Kultushandlung kann ja auch die Fortsetzung des Erkenntnisgesprächs sein.

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