Die Inspirationen aus Sozialkunst, Anthroposophie, psychedelischem Kultus

Textkörper

Das was mich so begleitet im Leben, in dieser Phase;

Nun brennt mir diese Thema unter den Nägeln, es geht um zwei wesentliche Anteile in meinem Leben, was mein Wirken ausmacht.

Das Ganze gehen wir mal damit an dass wir da ein Interesse an sozialen Dingen postulieren, und betrachten wie Menschen da auf Lösungen kommen und welche Wege sie gehen und gegangen sind.

Und da sage ich gleich mal, dass es sich für meine Lebensumwelt so darstellt, dass diese sich zusammensetzt zum einen aus Menschen die sich der Anthroposophie verschrieben haben und da sie sich um das soziale, politische kümmern, schon die Erkenntnis der Dreigliederung eine Weile bearbeiten und sich dort engagieren.

Und zum Zweiten sind es Menschen, die in gewisser Weise Künstler sind, soziale Künstler zusätzlich zu einer oder mehr anderen Kunstformen, die oft diverse Erfahrungen mit psychedelischen Substanzen gemacht haben, die sie nicht missen wollen; Oder aber sie sind noch tiefer inspiriert durch mystische Erfahrungen die sie sozusagen "auf eigene Faust" im Kreise der Freunde machen konnten und haben über die Zeit sich daraus Initiative abgeleitet die diese Inspiration in eine Veränderung ihres eigenen Lebens und ein wenig in ihr Umfeld der Freunde und ihrer weiteren Lebensumgebung bringen wollen.

Und eben diese beiden Bereiche an Menschen sind für mich wichtig; Und eben diese beiden Bereiche an - nennen wir es background - mal neudeutsch.

Und daher resultiert auch mein Handeln in gewisser Weise darin dass ich diese beiden Bereiche integrieren will. Benutze ich mal das schöne moderne Wort der "Integration", um nicht zu sagen: vereinen, zusammenbringen, weil dies trifft es ja nun auch nicht; Man muss ja nicht alles miteinander vermischen; Aber es sind jeweils beides Pole in meiner Wahrnehmung die einander etwas geben können;

Was macht jeweils diese Bereiche aus? Was sind ihre Eigenheiten, in Kontrast zu einander?

Die Anthroposophie

Die Anthroposophie ist - ganz klar - fußend auf der Arbeit von Rudolf Steiner; Er hat zwar sie als Skizze benannt und zum weiter forschen definitiv ermutigt und nichts in Stein gemeißelt. Dennoch sind die Grundlagen klar. Forschen nach Methoden wie aus Naturwissenschaft bekannt und bestätigt; Das Denken ist zentrales Element, Das ICH des Menschen als übergeordnete Instanz, das die Transzendenz zum Geistigen erarbeitet und möglich macht, durch das Verknüpfen von Begriff mit Wahrnehmung, damit ist sie ein Monismus; an Phänomenen beschreibend beobachtend, ohne Schwärmerei;

Schließlich aber auch definitiv die Wesen der geistigen Sphäre dazugehörig nehmend, Christus als reale Wesenheit sowie die Widersachermächte. Jedoch alles sich im Menschen zeigend, durch ihn wirkend, kein Jenseits- Dualismus, sondern auf praktische Ergebnisse abzielend, indem Menschen durch ihren Schulungsweg bestärkt das Engagement im Konkreten ergreifen.

Die transformative Sozial-Kunst

Der Bereich, den ich mal nenne eine transformative Kunst im Sozialen, inspiriert durch transzendente Erfahrungen einer sehr realen Welt, die die bisherige Wahrnehmung, das Bewusstsein des Erfahrenden Menschen erweitert und ihn zu einer neuen Verbundenheit führt, zu einem erwachenden Interesse am Mitmenschen, an allen Wesen und schließlich am sozialen Gebilde und wie die Dinge eben zusammenhängen.

Dieser Bereich ist in gewisser Weise, ich weiss nicht ob vielfältiger, jedenfalls diffiziler zu beschreiben; Leichter wird's durch Negation, wie zb dass das Ich und das Denken im Gegensatz zur Anthroposophie weniger die Rolle spielt.

Es spielt sich sehr dadurch ab dass man auf der Reise ist. Dass man sein Bewusstsein erweitert, dass man sich den inspirativen und kreativen Räumen öffnet und dass man auch neue kulturelle Kontexte öffnet und aufbaut, neo-schamanistisches, Neuheidentum, um das mal mit Schlagwort zu erschlagen.

Die Gefahr und das gewisse Dilemma hier ist das vielfache Bestehen von Dualismen, beim Einzelnen zeigt sich ein gewisses Doppelleben; Man sehnt sich nach dem Umfeld der Menschen und den Veranstaltungen in der Szene, und ist aber auch mit einem anderen Bein in einer Gesellschaft die mit diesen Dingen kaum zurechtkommt und muss da mitspielen, irgendwie. Für manche war dieser Spagat nach ein paar Verutschen als unüberbrückbar scheinend und sie negieren dann die jeweilige andere Seite, beide Strategien, beide Extreme sehen in der Praxis dann natürlich sehr krass verschieden aus und sind auf Dauer problematisch.

Werte, Soziale Ethik

Essentiell, als Qualitäten im Zusammenleben unter den Menschen würde ich hier sehen wollen die gelebte Freude am Dasein, die generelle Offenheit gegenüber jedem Menschen, eine gelebte Spiritualität und kein Dogmatismus. Halt doch, das sehr einschleichende Dogma ist, dass man an die wundersame transformatorische Kraft der einen oder anderen wunderbaren Substanz glaubt.

Das war jetzt ein bisschen fies; doch wichtig zu erwähnen, denn auf dem Weg, den man als Subjekt, als ICH zurücklegt, den Schritt zu gehen, dass der eigene Geist indem er die eigenen Bewusstseins-Inhalte als kosmisch begreift, das Wunder bewirken kann und die Substanz nicht das eigentliche ist, sondern Mittel zum Zweck, Katalysator, aber auch Krücke werden kann. Das ist schon eine schwere Tat.

Das psychedelische Movement als Retter der Welt zu sehen ist schon eine Verlockung, vielleicht ähnlicher Dimension wie auf eine wiederkehrende Jesus-Figur zu warten; man muss seine - Komfortzone ist dieses schöne Wort dafür - nicht verlassen.

Synthese - sich gegenseitig bereichern

Also nun zu den Folgerungen die ich so daraus für mich sehe.

Gegenüber den Anthroposophen

Die anthroposophischen Menschen, die zu großem Ernst neigen, ihnen würde ich wünschen mal eine Leichtigkeit wieder zu verspüren; Die prinzipiell absolut machbare, ungefährliche Erfahrung eines Entaktogens, die eine Empathie erfahrbar macht, ist durchaus nicht verkehrt und man gibt nicht die prinzipielle Haltung auf dass das Denken und klare Essenz des ICH-Bin-Wesens das Wesentliche ist am Menschen.

Weiterhin die Überwindung, oder schön "Transzendierung" benannt, des schweren Erbes von Steiner. So etliche Menschen nach Steiners Tod haben ureigene Impulse ins Leben gesetzt; Da sie aber auch die Schriften kannten und sich viel darauf beziehen, sie auch benennen können mussten, ist es schwierig zu sagen, ist hier ein großer Umfang an Inspiration aus Quellen hervorgegangen, die nicht auf die Erkenntnis-Wege von Steiner zurückzuführen ist?!

Gegenüber den Sozial-Künstlern

Hier ist es mein Anliegen, all denen die sich Einsetzen für die Bewusstsein-Arbeit, die ihren Mitmenschen verhelfen, sich durch praktizieren eines spirituellen Pfades, durch Einbringen ihrer Inspiration in soziale Projekte und dergleichem, einen geistigen Überbau an die Hand zu geben, der konkret die soziale Frage zum Inhalt hat, dass heisst eine fundierte Erklärung, wie die Entwicklung des Menschen und der Menschheit vonstatten gehen muss, damit soll die Dreigliederung als geistiges Urbild gemeint sein. Dass der Mensch zur Individualität erwachsen muss in diesem Zeitalter. So dass beim Arbeiten mit Menschen keine Dualität da sein muss zwischen Wachstum des Einzelnen und Fortschritt im Sozialen.

Bzw das gilt ja auch für die Lebens-Situation desjenigen, den ich eben bisher nur in seiner Eigenschaft als Leitenden im sozialen Projekt erwähnt habe. Er/Sie muss ja auch immer abwägen, macht man etwas um das nötige Geld zu erhalten oder nützt es wirklich den Menschen in gemeinnütziger Art?

Wo soll ich die Unterstützung von der Gemeinschaft erfragen und auch einfordern, von Staat oder Stiftungen, also die Interaktion von Geistesleben und Rechtsleben betreffend.

Das Wissen um die Sphären kann die Sicherheit geben dass man an der Gesundung des einen großen sozialen Organismus' mitarbeitet. Dass die soziale Frage in erster Linie eine Geistesfrage ist und diese Heilung eine enorme Sache ist; So dass man sich nicht verliert in vereinzelten Fächern, in Disziplinen, sondern dass Ganze im Auge behalten kann.

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