Bestandsaufnahme - nach zwei Jahren Umwälzung

Gespeichert von admin am Sa., 04.12.2021 - 13:33

Die soziale Kunst und die Transformation des Selbstes auf dem eigenen Lebensweg. Es bleibt nach wie vor ein spannendes Thema; Für mich sogar mehr denn je zuvor. Nun wage ich mal eine Bestandsaufnahme und etwas Rückschau. Circa zwei Jahre habe ich nichts geschrieben; Dies liegt darin begründet, dass ich diese große Thematik "SSTK" in Eigenregie bearbeitet habe; die Ereignisse im Sozialen haben in diesem Zeitraum eine neue Qualität angenommen und ich konnte die viele Theorie kaum mehr mit dem Praktischen, sprich den Menschen um mich herum verbinden.

Der bisherige Lebensweg und die kommenden Wege eines Menschen - wie sind sie begründet? Wie wirken sie auf die Weise wie er oder sie die Welt des sozialen und politischen wahrnimmt? Diese Fragen finde ich förderlich, es verbindet die soziale(n) Realität(en) mit dem Individuum. Und dies als Grundlage im Gepräch erweckt Interesse am Gegenüber.

Wie ist die Situation heute? Und welchen Prozess habe ich erlebt in den zwei Jahren?
Aus einer inspirierten Zeit mit schönen Möglichkeiten sozial verbindend zu wirken, kam durch das Weltgeschehen ich in eine Phase, die die Entwicklung nicht nur zum Stillstand brachte, sondern noch eine neue Dimension an Wunden aufbrach.
Meinem Wesen entsprechend nahm ich dies vor allem als Herausforderung auf. Erste Schritte im Öffentlichen habe ich sehr bald eingestellt. Denn es wurde klar dass hier ein Phänomen auftritt, dass nicht mehr in großen Menschengruppen und so gut wie gar nicht verbal zu bearbeiten ist. Daher habe ich nach etwas Rückzug mich darauf besonnen, mit der Familie und den nächsten Menschen eine gewisse Lebensweise einzuüben. Mich einzulassen auf eine dauerhafte Unsicherheit, ein Leben mit parallelen Welten. Dass es zu einer (hoffentlich baldigen) alten Normalität zurückkehrt bzw. (wiederum möglichst bald) zu einer neuen freien Normalität wird, diese Gedanken lernte ich mit Vorsicht zu handlen; Vielmehr in der Gegenwart als einer ewigen Gegenwart zu verbleiben, so würde ich es nennen; Also ein gewisser Aspekt von Mystik bzw Non-Dualität; Sich in Kontemplation üben.

Gewissermaßen schon eine neue Normalität. Aber eine die ich selbst herstelle. Im aktiven Denken, das was man als anthroposophischen Schulungsweg begreift, immer mehr, wenn mal begonnen mit ganzem Herzen.

Dann kommt dann der Schritt bzw die Erkenntnis, dass alles (all die soziale und politische Entwicklung, seit der "Neuzeit"), eigentlich zeigt dass die Unterscheidung von Vor-Corona und Während-Corona eine illusorische ist, dass es selbstverständlich Entwicklungskräfte im Geistigen sind, die ein gleichbleibendes Wesen sind/haben. Wer also die Fähigkeiten zur geistigen Wahrnehmung, die seelischen Wesensglieder schon früher ausgebildet hatte, der konnte auch diese Entwicklungen voraussehen - vom Prinzip dahinter, es geht nicht um konkrete Daten und Fakten.

Daher kam nun die Phase der Beobachtung, welche Menschen, in welcher Weise, diese oder jene Entwicklung durchmachen. Wie sich die Wege trennen, und auch wiederum Menschen zusammenkommen; Da sie mit den äußerlichen Maßstäben, ihrem Verstand und ihren Themen in der Welt gerade sehr gut kombinieren, zusammenpassen. Was ja auch wiederum täuschend sein kann und es sich bald wiederum ändert. Also alles Dinge die es auch schon immer gab, die nun halt beschleunigt ablaufen.

Und so suchte ich Wege wie man die soziale Transformations- und Lebenskunst so weiter ausüben kann, dass man aus eigener Selbstbestimmung weiter heraus handelt, dass man seinem Gewissen folgt. Den künstlerischen Impuls natürlich erhält und fühlt.

Und man so mit Menschen in Kontakt kommt dass ein Rahmen geschaffen wird für einen gemeinsamen Erkenntnisprozess; Dass man gemeinsam - wobei jeder natürlich auf seine ureigene Weise - Schritte tut, die man als wahrhaft anthroposophisch bezeichnen kann; Wobei der Begriff hier genau das allerunwichtigste ist; ich will ihn in eigene Worte kleiden: Menschen nehmen sich gegenseitig wahr; Sie lassen eine geistige Dimension zu, begegnen sich, erkennen sich gegenseitig im Ringen um Wahrheit. Und darin wie man den roten Faden des eigenen Lebensweges erkennt und es gelingt ihn zu verfolgen. Sich gegenseitig feedback gebend, was wohl jeweils die Rolle des Nächsten sein kann, im sozialen und politischen.
Da muss ich an die Koalitionsgespräche denken ;-), es klingt halt so, jedenfalls wie ich es wünsche dass Menschen politisch sich im Dialog verorten.

Nun denn, in den letzten Wochen ergab es sich, dass einige Geister um mich, die ähnlich arbeiten, mir den Impuls gaben, auf die schriftliche Weise etwas zu erarbeiten, dass umfasst ein praktisches Anwenden von Methoden für eine erneuerte Rechts-Sphäre, ein Bereich der Dreigliederung des Sozialen Organismus. Neben einem aktiven Geistesleben natürlich.

So habe ich dies hier nun als einen schriftlichen Schritt mal als kleine Bestandsaufnahme in Angriff genommen.

Meine Worte, die Beschreibungen sind sicherlich etwas verschwommen und vage. Wir lernen mit den Krücken zu leben, -

Mal sehen wie es weitergeht.