Dem Anderen begegnen

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Dem Anderen begegnen

Diesem text vorausgegangen war das Kapitel über "Motivation" - in dem es darum ging, dass man selbst für sich und seine Nächsten eine Wandelung im Leben bewirken will - und aus diesem Grunde, mit den "anderen", Menschen in gewissen Positionen, in Kontakt tritt. Die Systemebene in ihnen muss jeweils bekämpft werden, jedoch schrieb ich erst folgendes über Kommunikation an sich:

Die Spaltung die immer schon da ist, wenn man nur die Augen aufmacht, muss überwunden werden. Dazu ist die geistige Imaginationskraft des Menschen fähig. Die Position des sogenannten "anderen" als woanders als man selbst anzunehmen, ist schon die quasi erste "Ursünde", ist schon das Dilemma des Problems.

Hier erfordert es die Begrifflichkeit der "Begegnung", dass heisst dem Phänomen, dass zwei Mensch in eine räumliche Nähe zueinander kommen. Mit der gegenseitigen Wahrnehmbarkeit beginnt die Kommunikation miteinander. Eben in dem Moment bevor dies eintrtt muss der eigene Geist geklärt sein, man muss "reinen Herzens" dem anderen begegnen.

Das "reine Herz" ist ja nun eine volkstümliche AUssage und betrifft Gewissen und Gefühl. Und hat viel mit dem traditionellen kulturellen Rahmen der Religion zu tun. Dies muss nun aber massiv ergänzt werden in heutiger Zeit durch die kognitiven Fähigkeiten. Soweit mal als kleiner Exkurs.

Der menschliche Geist ist zu nicht rational ermessbarem und verbal so gut wie nicht ausdrückbarem fähig. Nun was muss er hier leisten?

Er muss sich das Leben und Dasein des zu treffenden Gegenübers in möglichster Vollständigkeit vor Augen führen. Er muss sich die jeweils kosmischen Kräfte, die einmal zu wunderbarer Verständigung führen können sowie die gegengesetzen Kräfte die den Anderen in seiner Rolle, in seinen Ängsten und Sorgen und Abwehrhaltungen verhaften lassen, ebenso vor Augen führen. Dass heißt, man muss seine Rolle begreifen, was wiederum voraussetzt dass man die gesellschaftlichen Konstrukte versteht.

Am einfachsten ist schließlich noch das sogenannte "Allzumenschliche" zu verstehen; Darauf Rücksicht zu nehmen - ob jemand krank ist, unausgeschlafen usw. Diese Dinge sind die meisten Menschen fähig rasch wahrzunehmen, und entsprechend vorauszugreifen.

Dass heißt also, um hier erstmal einen zwischenzeitlichen Abschluss im Schreiben zu machen, man muss auf lange Sicht vorausschauen, also dass dieser Mensch, bald zu den Nächsten gehören wird, zum Tribe sozusagen, dass man für den Rest des Lebens mit ihm/ihr zusammen sein wird, also was jawohl klar aufzeigt, dass man in sich die maximal positivste Seelenhaltung erzeugen muss. Ich versuche es noch auf diesen gewissen Punkt zu bringen: Es bedeutet, dass man zum ersten mitdenken muss dass sich hier einfach zwei Menschen immer weiter zügig lieben lernen, und eben gleichzeitig mit bedenken was sind alle die constraints, die Bedingungen die der andere für sich klar bekommen muss um einmal seiner Rolle gerecht zu werden, weiterhin seine persönlichen Prägungen gemäß seinen Abwehrhaltungen gegenüber mir langsam abzubauen und überhaupt in seinem Leben als ganzes weiter erfolgreich bleiben und werden kann, wobei ich von seinem Leben naturgemäß meist nichts oder fast nichts weiss an konkreten Umständen.

Dies drückt es jetzt erstmal so ziemlich aus. Und dass das möglich ist, dass ist quasi dass was Aussagen beinhalten und Termini, wie heiliger Geist, Mensch als Ebenbild Gottes und so fort (wobei hier mal von allen religiösen unangenehmen Assoziationen abzusehen ist).

Und nun beginnt überhaupt die eigentliche Arbeit, den vielverzweigten Baum des Lebens an Möglichkeiten auzudröseln und sich Methoden zu erarbeiten.

so far.

German